Keine Generationenprobleme beim „fliegenden Personal“ des ACF
Die Zusammensetzung der Mitgliederschaft des Aeroclub Freiburg e.V. aus unterschiedlichsten Berufen und Menschen verschiedenster Herkunft, beispielsweise auch aus Afrika und Amerika, und mit unterschiedlichsten Interessen und Veranlagungen, ist schon beachtlich. Unter den Piloten finden sich Lehrer, Handwerker, Unternehmer, Beamte, Studenten, Architekten, Finanz- und Versicherungsfachleute, Rentner, Ärzte und Zahnärzte, Ingenieure und andere Fachleute fast jeder Fachrichtung. Auch Pilotinnen sind unter den Aktiven. Bei den Clubabenden hat man so auch Ansprechpartner für alle möglichen privaten Anliegen, und immer wird einem selbstverständlich bei einem persönlichen Anliegen von den Kameraden sofort geholfen, beispielsweise wenn das „zweitwichtigste Fortbewegungsmittel“ der Piloten, das Auto, mal ein kleines oder auch ein größeres Problem hat. Auch dafür gibt es eine Anzahl Fachleute im Kreis der Mitglieder.
Unvergleichlich ist aber insbesondere die Altersspanne unserer aktiven Piloten. Es ist unglaublich, aber es liegen mehr als 70 Fliegerjahre zwischen dem jüngsten und ältesten aktiven Piloten!
Dann ist da unser ältester und zweifellos an Erfahrung reichster Pilot Hans-Ekkehard Bob ein überaus fleißiger Flieger in unseren Reihen. Er ist heute 92 (Stand Dezember 2009), bei bester Gesundheit, und fliegt besonders gerne die Robin Jodel DR 400.
Hans-Ekkehard Bob blickt auf eine legendäre fliegerische Vergangenheit zurück. Mit seinen bisher mehr als 10.000 Flugstunden hätte er 100 Mal die Erde umrunden können. Er war im 2. Weltkrieg bereits Jagdflieger im Jagdgeschwader „Grünherz“. Hans-Ekkehard Bob ist Ritterkreuzträger.
Während seiner Zeit als Jagdflieger flog Hans-Ekkehard Bob praktisch alle damals im Einsatz befindlichen Flugzeuge wie Ju 52, Ju 86, Do 11, Do 17, Do 23, Me 109, Me 110 und war später auch mit der Einrichtung von Flugplätzen für die neu in Einsatz kommenden Me 262 Düsenjägerverbände betraut.
Nach Kriegsende baute Hans-Ekkehard Bob eine eigene Industriefirma für Bohrgeräte in Celle auf, die er nach 30 Betriebsjahren, zwischenzeitlich war er 75 geworden, veräußerte.
Während seiner Zeit als Firmeneigentümer in Celle pendelte Hans-Ekkehard Bob lange Zeit zwischen Celle und Freiburg mit dem Flugzeug. Er hatte seinen Familienwohnsitz nach Freiburg in die Nähe seiner geliebten Heimatstadt Staufen gelegt.